Am 28. September erfolgte der erste Spatenstich zum dritten Kindergarten in Marne. Vor Weihnachten wurden Wände und Dach errichtet. Fenster und Türen sind eingebaut. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der Kindergarten zum neuen Kindergartenjahr fertig sein.
Dieser Kindergarten wird auch in kirchlicher Trägerschaft sein. Die Leiterin wird Bärbel Heesch. Drei Familiengruppen sollen am Leedeweg zuhause sein.

Frage: Was war die Motivation, um diese Reise zu unternehmen?
G. Claußen: Als mein Mann und ich vor drei Jahren die erste Jakobsweg-Wanderung gemacht haben, war es für uns eine Herausforderung an uns als Ehepaar, ob wir nach dem Erwachsenwerden der Kinder immer noch so harmonieren, dass wir gemeinsam den Weg körperlich und mental bewältigen. Nach den prägenden und begeisternden Erfahrungen war es nun der Wunsch, etwas Ähnliches gemeinsam mit unseren Kindern zu erleben.
Frage: Wie war die Strecke?
G. Claußen: Unser Startpunkt war St.- Jean-Pied-de-Port in den Pyrenäen. Wir sind in fünfeinhalb Wochen ca. 900 km bis ans Kap Finistre gelaufen. Der Weg geht hauptsächlich über Wanderwege und kleine Nebenstraßen durch vielfältige Landschaften: Gebirge, weite Hochebene, Weinberge, Wälder, aber auch Großstädte. Da der Weg inzwischen touristisch ausgebaut ist, gibt es ein gutes Netz an Unterkünften, Bars und Restaurants und Einkaufmöglichkeiten. Wir selber haben ausschließlich in Pilgerherbergen übernachtet und uns zum größten Teil selbst verpflegt. Zum Glück hatten wir keinerlei körperliche Probleme.
Frage: Was für Menschen begegnen einem unterwegs? Führt man auf einem Pilgerweg Gespräche, die über einen normalen Smalltalk hinausgehen?
G. Claußen: Einen großen Reiz hat der Jakobsweg, weil man so viele verschiedene Menschen aus der ganzen Welt kennenlernen kann. Die Menschen kommen aus allen Altersgruppen von 20 bis über 70 Jahren und aus sehr unterschiedlichen Lebensumständen. Auch die Motivationen sind sehr verschieden. Oft ist es aber doch in irgendeiner Form eine Suche nach einem Sinn oder einer Richtung fürs Leben. Mit diesen Menschen ergeben sich daher auch oft Gespräche, die mehr sind als Smalltalk.
Frage: Wie fühlt man sich, wenn man sich nach so einem intensiven Erlebnis wieder dem Alltag stellt?
G. Claußen: Sehr viel entspannter und gelassener. Der Weg hat mir viel innere Ruhe und das Vertrauen gegeben: Gott geht immer mit.
Frage: Könntest du uns eine positive, aber auch eine negative Erfahrung berichten?
G. Claußen: Die besonderen positiven Erfahrungen haben wir in den kirchlich geführten, meist ehrenamtlich betreuten Herbergen gemacht. Negative Erfahrungen waren im Rückblick eigentlich immer irgendwie hilfreich und lehrreich, z.B. bei der Auswahl der Herbergen und beim Einteilen der eigenen Kräfte.
(Die Fragen stellte Antje Rüther, die Antworten gab Gesa Claußen)